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Konflikte lösen

Feindselige Muster in der Ehe erkennen und auflösen (Teil 1)

Wie zeigst du deinem Partner, dass du ein unterstützender und fürsorglicher Mensch an seiner Seite sein kannst?

Ein großes Hindernis für ein harmonisches Eheleben sind feindselige Arten, miteinander zu kommunizieren.

Im Idealfall denken und handeln Paare so oft wie möglich als Einheit. Dieser Idealzustand wird unmöglich, sobald zwei Menschen echter Kommunikation und echtem Miteinander aus dem Weg gehen.

Wenn deine Ehe seit Jahren leidet, weil du mit deinem Partner einfach nicht mehr richtig reden kannst, dann haben sich möglicherweise abwehrende oder feindselige Kommunikationsmuster in eurer Beziehung eingenistet.

Diese feindseligen Muster sind wie hartnäckige Parasiten: tief verwurzelt und schwer loszuwerden, wenn du nicht weißt, wie sie aussehen. In diesem Beitrag geht es genau darum, diese Parasiten aufzuspüren, damit du sie ein für alle Mal loswirst.

Wie sehen feindselige Kommunikationsmuster aus?

Hier sind einige der häufigsten negativen Strategien, die du unbedingt vermeiden solltest, weil sie deine Ehe dauerhaft beschädigen können.

1. Die Wünsche und Bedürfnisse deines Partners übergehen

Dieses feindselige Muster findet man oft in Beziehungen, in denen nur eine Person die Kontrolle über die Finanzen und andere wichtige Bereiche des Alltags hat.

Die Ideen und Bedürfnisse der einen Seite werden regelmäßig vom dominanteren Partner beiseitegeschoben, der die eigenen Wünsche in den Vordergrund stellt. Hier zwei Beispiele für Sätze, die dieses klassische feindselige Muster zeigen:

„Immer wenn wir deine Mutter besuchen, sitze ich stundenlang allein auf der Terrasse, während deine ganze Familie sich um dich schart. Wenn wir stattdessen einen Kurzurlaub machen, haben wir beide etwas davon, nicht nur du.”

„Warum sollten wir deinen Bruder schon wieder bei uns wohnen lassen? Letztes Mal hat er täglich den Kühlschrank geplündert und keinen Cent zu irgendetwas beigetragen. Ich will ihn hier nicht haben, zu keiner Zeit. Ach, übrigens: Meine Schwester kommt dieses Wochenende angeflogen, sie war ewig nicht in der Stadt, also lade ich sie für anderthalb Monate zu uns ein. Wird bestimmt schön!“

2. Deinen Partner im Stich lassen

Niemand mag das Gefühl, verlassen zu werden, erst recht nicht, wenn ausgerechnet der eigene Partner es tut.

Diese Urangst vor dem Verlassenwerden wird manchmal von Partnern ausgenutzt, um zu bekommen, was sie wollen. Stell dir vor: Eine Frau möchte etwas unternehmen, das sie zwei Tage lang von ihren Pflichten zu Hause fernhält.

Der Mann ahnt eine Menge Arbeit auf sich zukommen, wendet sich seiner Frau zu, verzieht das Gesicht und sagt langsam: „Ich glaube nicht, dass ich den ganzen Stress packe, zwei Jobs zu machen und mich um Haus und Kinder zu kümmern, wenn ich heimkomme. Ich werde danach eine Weile abschalten müssen, um mich zu erholen.”

Dann verlässt er wortlos den Raum und lässt seine Frau verwirrt zurück, die am Ende ein schlechtes Gewissen hat, weil sie zur Abwechslung mal etwas für sich tun wollte. Statt mit seiner Frau zu verhandeln, hat der Mann sie erpresst, um seinen Willen zu bekommen.

Diese Technik mag jedes Mal funktionieren, aber sie schadet dem Selbstvertrauen und den Gefühlen des anderen enorm. Wenn du dir überlegst, wie du deinen Partner in etwas hineinängstigen kannst, dann lässt du ihn genau in diesem Moment im Stich.

3. Die vielen Gesichter der Drohung

Dem Partner zu drohen ist einer der ältesten „schmutzigen Tricks” überhaupt. Wer sich diese Technik angewöhnt hat, droht irgendwann anderen Menschen, um zu bekommen, was er will, und empfindet dabei keinerlei Reue.

Warum schaden Drohungen der ganzen Beziehung?

Für jemanden, der seinen Partner über viele Jahre aufrichtig liebt, ist diese Technik eine der unbegreiflichsten Arten, den Menschen an der eigenen Seite zu behandeln. Denn überleg mal: Du setzt Drohungen innerhalb deiner Beziehung ein.

Wer droht, um in der Beziehung „die Oberhand” zu gewinnen, verschreibt sich der Idee, dem anderen möglichst gezielt zu schaden, damit er schnell allen Forderungen nachgibt.

Dabei ist es egal, ob die Drohungen jemals wahr gemacht werden. Das eigentlich Schädliche daran ist, dass du jemanden psychologisch manipulierst, sodass jede Fairness aus der Beziehung verschwindet.